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Institut für Multimodale Stottertherapie

Ingo Kühnemund


Die Arbeit mit stotternden Menschen bildet den Schwerpunkt meiner logopädischen Tätigkeit.

Obwohl Einzeltherapien nachwievor die Standardform sprachtherapeutischer Interventionen darstellt, habe ich seit 1999 eine weitere Therapieform - Gruppenintervalltherapien für verschiedene Altersgruppen - etabliert.

In meiner Arbeit mit stotternden Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen habe ich festgestellt, dass das Störungsbild Stottern sehr viele Bereiche sozialen Handelns und Verhaltens berührt, denen in Einzelsitzungen nicht ausreichend Rechnung getragen werden kann.
Aus dieser Feststellung heraus habe ich für die jeweiligen Altersgruppen spezifische Gruppentherapieverfahren entwickelt.

Einzeltherapie oder Gruppenintervalltherapie ?

Um zu einer Entscheidung hinsichtlich der geeigneten Therapieform zu gelangen, fließen Informationen aus dem ausführlichen Erstgespräch sowie aus der intensiven Befundung der Stottersymptomatik ein.
Gemeinsam mit dem Betroffenen wird darüber beraten, ob die Einzel- oder die Gruppenintervalltherapie die günstigstere Form darstellt.

Multimodale Stottertherapie Kühnemund (MSK)©

Basierend auf den Grundlagen des bewährten Van Riper Therapiekonzeptes "stuttering modifikation", vermischt mit Elementen aus anderen Therapiemethoden, die sich als nützlich und über Jahre hinweg erfolgreich gezeigt haben, habe ich im Verlauf der vergangenen Jahre mein eigenes Therapiekonzept entwickelt.

Therapiekonzept von Charles Van Riper.
Das Therapiekonzept des Wissenschaftlers und Therapeuten Charles van Riper (1905 – 1994), einer der Mitbegründer der amerikanischen Logopädie (speech-language pathology) und führender Fachmann auf dem Gebiet des Stotterns, stellt die Grundlage der Stottertherapie dar.

Das Hauptziel der Therapie ist nicht, durch Einübung einer neuen Sprechtechnik, dem Stotterer zu einem stotterfreien Redefluss zu verhelfen, was in Stresssituationen auch nur in den seltensten Fällen gelingt, sondern den Stotterer zunächst seinem Stottern gegenüber „abzuhärten“. Der Stotterer soll die Fähigkeit erlernen in stressbesetzten Situationen auf sein Stottern Einfluss zu nehmen.

Die Desensibilisierung des Patienten gegenüber seinem Stottern stellt die wichtigste Grundlage dar, um überhaupt an der Stottersymptomatik arbeiten zu können.

Weitere Informationen zur Gruppenintervalltherapie